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ausgabe 08/november 2011

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International

Diese Kontrolle sei enorm wichtig, um im Datendschungel einen klaren Kopf zu behalten und nicht in der Isolation zu enden, meint Psychologe Gardere, der in seinen Seminaren gerne daran erinnert, dass es trotz Google und Facebook „noch immer ein Leben außerhalb des Computers gibt“.

Damit dieses Leben nicht zu kurz kommt, rät Graham Hill dazu, anderen die Pflege der Social Networks zu überlassen. Der Internet- Geschäftsmann, der mit seiner Website Treehugger.com ökologlische Innovationen im Netz anpreist, schwärmt von „Assistenten, die meine Notizen, Gedanken und Kommentare für mich online stellen“. Die Zeit, die Hill bleibt, nutzt er gerne für so banale Dinge wie das Schlangestehen am Geldautomaten, am Taxistand oder im Supermarkt.

Es sei keineswegs verwunderlich, dass die Menschen angesichts des digitalen Daten-Overloads versuchen, die Lebensqualität in Alltagsaktivitäten wieder zu finden, erklärt Psychologe Gardere. Doch auch dem Experten ist klar: Social Media wird bleiben – wie die Schlange im Supermarkt und das Warten auf ein Taxi. Doch irgendwo im Silicon Valley brütet sicher schon ein Programmierer an einer neuen App, um genau diese Problematik digital zu neutralisieren. —*

Autor: Frank Siering

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